Jedes Kind hat das Recht, Teil unserer Gemeinschaft zu sein, dazuzugehören, Wertschätzung zu erfahren und respektiert zu werden. Inklusion ist das Akzeptieren von Unterschieden und das Eingehen auf individuelle Bedürfnisse. Der gemeinsame Unterricht aller Schülerinnen und Schülern mit individueller Förderung und Forderung ist ein großes Ziel der Unterrichtsentwicklung.

Im Schnitt besuchen 5 Schülerinnen oder Schüler mit Unterstützungsbedarf eine Klasse. Wir haben Erfahrungen mit den Bereichen Lernen, Emotionale und Soziale Entwicklung, Geistige Entwicklung, Motorik und Sprache.

Wir möchten, …

  • - dass alle Schüler erfolgreich lernen können.
  • - zusammen mit Eltern und Schülern eine inklusive Kultur leben und weiterentwickeln.
  • - inklusive Strukturen ausbauen und hierfür die Koordination von Unterstützungsformen ausweiten.

Die Inklusionsarbeit ist nicht als fertiges Produkt zu sehen, sondern als ein fortlaufender Prozess der Bemühungen und Entwicklungen zu einer (besseren) inklusiven Schule. Es wird stetig überarbeitet und den Entwicklungen sowie den individuellen Bedürfnissen der einzelnen Schüler angepasst.

In der Regel wird bereits in der Grundschule ein sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf festgestellt. Ein Verfahren zur Feststellung eines sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfes im SEK I Bereich erfolgt dann, wenn bei Kindern die Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten so beeinträchtigt sind, dass sie über einen längeren Zeitraum umfassende, spezifische Hilfe in mehreren Lernbereichen benötigen. Dies ist nicht bei Teilleistungsstörungen wie z.B. LRS und Dyskalkulie der Fall. Hier kann ggf. über das Gewähren von Nachteilsausgleichen den besonderen Bedürfnissen der Lernenden nachgekommen werden, um mit individuell abgestimmten Ausgleichen ein zielgleiches Lernen zu ermöglichen und den Notendruck ggf. zu mindern (siehe Förderkonzept, Nachteilsausgleich).

Bevor ein Verfahren zur Feststellung eines sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfes eingeleitet wird, müssen alle Fördermaßnahmen ausgeschöpft worden sein (z.B. Teilnahme an Fördermaßnahmen, Wiederholung einer Klasse). Die Feststellung eines sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfes im Bereich Lernen ermöglicht, dass das Kind mit umfänglichen Lernschwierigkeiten weiterhin in seiner Lerngruppe bleibt, nun jedoch zieldifferent beschult werden kann.

Gemeinsamer Unterricht Das Ziel ist, dass alle Schüler gemeinsam entsprechend ihrer Lernausgangslage lernen. Gemeinsame Unterrichtsformen werden weiterentwickelt und den Bedürfnissen der Schüler angepasst.

Für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf wird – entsprechend ihrer Lernausgangslage – ggf. individuell abgestimmtes Arbeitsmaterial ausgewählt, mit den Eltern abgesprochen und angeschafft.

Zusätzlich wird Differenzierungsmaterial, Hilfsmittel, Anschauungsmaterial zum Verbleib im Klassenraum je nach didaktischen Erfordernissen zusammengestellt.

Um Stigmatisierung oder soziale Ausgrenzung möglichst zu vermeiden, wird darauf geachtet, dass individuelle Hilfen und Lernmaterialien nur dann eingesetzt werden, wenn es unbedingt notwendig ist. Zur Unterstützung des gemeinsamen Lernens und Arbeitens sind kooperative Lernformen, ein gutes Classroommanagement und ein verbindliches Regelwerk hilfreich.

In allen Belangen arbeiten die Lehrkräfte der Heisterbergschule eng zusammen. Dies zeigt sich je nach Bedarfe als Teamteaching mit den Förderlehrkäften, Beratung von Unterrichtsgestaltung, in der der Zusammenarbeit bei der Elternarbeit oder bei der Kommunikation mit außerschulischen Stellen. Wenn es sinnvoll ist, bilden Förderlehrkräfte teilweise spezielle Fördergruppen, die zeitlich begrenzt intensiv mit den Inklusionsschülerinnen und -schülern arbeiten

Im Jahr 2026 sehen wir auf 10 Jahre Inklusionserfahrung zurück. In dieser Zeit haben wir vor allem gelernt, dass nichts feststeht. Einige SchülerInnen haben sich weit über ihren Förderbedarf hinaus entwickelt. Für andere war mit der Feststellung des Förderbedarfs ein langer Leidensweg zuende, da sie nicht mehr unter zu großem Leidensdruck standen.